Dock11: Neues Kapitel in der saarländischen Kreativwirtschaft

Lars Potyka, Projektleiter Dock11 (© Thomas Steimo)
Lars Potyka, Projektleiter Dock11 (© Thomas Steimo)

Um die saarländische Gründerszene einen großen Schritt weiter zu bringen, haben das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, der saarland.innovation&standort e.V. und die K8 gGmbH der Hochschule für Bildende Künste (HBK) am 25. März die neue Plattform für die Kreativbranche der Großregion „Dock 11“ vorgestellt. Ziel ist es,  die regionale Kreativwirtschaft zu stärken, branchenübergreifende Zusammenarbeit zu pushen und das hohe kreative Potenzial des Saarlandes sichtbarer zu machen. Lars Potyka, Projektleiter und Ansprechpartner bei Dock11, spricht damit sowohl Jungunternehmer als auch etablierte Unternehmen an.

Frage: Herr Potyka, Sie erschaffen in den Räumen der Fase 15 in Saarbrücken einen Treffpunkt für die Kreativwirtschaft. Was genau kann man sich unter dem Projekt vorstellen?

Potyka: Mit Dock11 soll die regionale Kreativwirtschaft gestärkt werden. Dabei werden nicht ausschließlich Gründer und junge Menschen angesprochen, sondern ganz bewusst auch etablierte Unternehmen. In den Räumlichkeiten der Fase 15 sollen alle Akteure der Kreativwirtschaft einen Heimathafen finden – Vernetzung und Informationen über branchenrelevantes Wissen und neue Entwicklungen der Branche stehen dabei im Vordergrund. Auch bei der eigenen Vermarktung der Jungunternehmer kann Dock 11 helfen.

© Fase 15
© Fase 15
© Fase 15
© Fase 15

Frage: Welches Potenzial sehen Sie in der Vernetzung der Akteure der Kreativwirtschaft? Und wie können Unternehmen anderer Branchen von der Kreativwirtschaft profitieren?

Potyka: In der Vernetzung der Akteure der Kreativwirtschaft sehe ich ein sehr großes und bislang häufig ungenutztes Potenzial. Die meist jungen Unternehmen sind absolut firm und professionell mit neuen, häufig digitalen Geschäftsmodellen unterwegs. Die neuen Technologien werden dabei von ihnen genutzt, aber nicht unbedingt auch von ihnen entwickelt. Neben den üblichen Kreativdienstleistungen, können Kreative die Wirtschaft bei innovativer Produktgestaltung, bei der Entwicklung von Use Cases und der Einführung von neuen Arbeitsprozessen unterstützen. Eine Kooperation mit Kreativen bietet Unternehmen echte Mehrwerte. Dabei findet ein Wissenstransfer statt von der Kreativwirtschaft hinein in die traditionelle Wirtschaft.

Frage: Welche Möglichkeiten bietet die neue Plattform?

Potyka: Bei uns findet man alles, um sein Kreativ-Business am Laufen zu halten. Wir professionalisieren durch Branchen-News, Beratung und Netzwerkaufbau. Kreative Köpfe können sich auf der Online-Plattform ein Profil erstellen und somit sichtbarer Teil der Dock 11-Community werden. Wir unterstützen dabei, die richtigen Projektpartner zu finden und Kontakte in der Branche zu knüpfen. Wir beraten bei der Gründung und beim Wachsen, unterstützen beim Marktzugang und schaffen Formate für professionelles Branchenwissen. Unsere Online-Redaktion berichtet im Magazin über Angebote der Wirtschaftsförderung und Branchen-Trends. In inspirierenden Best Practice-Geschichten zeigen wir Projekte, in denen Kreative etwas bewegt haben. Auch für die traditionelle Wirtschaft lohnt sich ein Blick auf die Online-Plattform: Sie können hier zukünftig Kreative und ihre Produkte und Dienstleistungen suchen und finden.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

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