„Unter Tannen“: Dreharbeiten zur neuen TV-Serie in „Saarländisch“ sind abgeschlossen.

Das wird spannend. Wie wird das Saarland reagieren, wie gar die Republik? Die schwarze Komödie „Unter Tannen“ ist die erste TV-Serie in „Saarländisch“ seit der Kultserie „Familie Heinz Becker“, die überregionalen Erfolg verbuchen konnte. Die neue Serie erzählt von den drei Waldarbeitern Paul, Kalle und Boris, die im saarländischen Forst einen mysteriösen Fund machen, der ihr einfaches Leben vollkommen auf den Kopf stellt und eine Gruppe durchtriebener Gauner auf den Plan ruft…

Nachdem 2016 die Pilotfolge produziert wurde, wird es jetzt ernst. Der Bexbacher Autor und Regisseur Thomas Scherer dreht für den Saarländischen Rundfunk die ersten drei Folgen, die Ende des Jahres im SR-Fernsehen laufen sollen. Wir haben den letzten Drehtag in Bexbach-Höchen besucht und sprachen mit dem Autor und Regisseur, Thomas Scherer.

„Unter Tannen“ ist der erste TV-Serie in „Saarländisch“ seit „Familie Heinz Becker“. Wer hatte die Idee dazu und was sind die „Botschaften“ der Serie?

„Die Grundidee entstand tatsächlich bereits vor 8 Jahren. Da mein Vater Förster ist, hatte ich bereits immer enge Berührungspunkte zur Waldarbeit, und dachte mir schon damals, dass das Setting und die dortigen Menschen eine wunderbare Geschichte hergeben. Vor zwei Jahren nahm das Ganze dann Struktur an und die Idee wurde langsam greifbar.

Da ich das Saarland, meine Heimat, sehr mag und mir persönlich der Dialekt viel zu kurz kommt, war es einfach wieder an der Zeit etwas Fiktives auf „Saarländisch“ zu machen – dies jedoch nicht nur witzig, sondern vor allem unterhaltsam und spannend. Der Dialekt sollte dabei nie als humoristisches Element genutzt werden, sondern vielmehr sprechen die Charaktere eben so, weil sie hier leben. Darüber hinaus soll das Saarland jedoch als zentraler Ankerpunkt der Geschichte dargestellt werden, hier ist wirklich alles saarländisch. Verschiedene Aspekte werden aufgegriffen und vielleicht sogar für den ein oder anderen Dinge präsentiert, die man selbst als Saarländer nicht kennt. Ein Beispiel hierfür ist Bernhard Culmann, ein leider bereits verstorbener Künstler, dessen Bilder noch heute sehr gefragt sind. Wir haben im Saarland vieles zu bieten und können dies auch stolz nach außen tragen – getreu nach dem Motto „Großes entsteht im Kleinen“.“

In wenigen Worten: Wie kann man die Typen beschreiben, die die Hauptrollen spielen?

„Die Waldarbeiter werden gespielt von den Schauspielern Fridolin Sandmeyer, Bejo Dohmen und Gerhard Polacek, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber ein großartiges Trio abgeben. Während Kalle (Fridolin Sandmeyer) vom Leben mit Kind, Haus und Frau träumt, gilt Boris´ (Bejo Dohmen) große Zuneigung dem Theater, genauer gesagt dem fiktiven Dorftheater „Es dicke Hinkel“. Paul (Gerhard Polacek) dagegen ist der einzige zugezogene Waldarbeiter, der jedoch nichts lieber sein möchte als ein vollwertiger Saarländer. Wie der Schauspieler Gerhard Polacek stammt auch „Paul“ aus Österreich und hat das Saarländische „erlernt“, um sich zu integrieren – worüber sich seine Kollegen nur allzu gerne lustig machen.“

Foto: saarland.de
Waldarbeiter Paul, gespielt von Gerhard Polacek (Foto: saarland.de)
Hauptdarsteller Bejo Dohmen
Letzte Abspachen: Regisseur Thomas Scherer (links) und Hauptdarsteller Bejo Dohmen (Foto: saarland.de)

Wo habt Ihr gedreht? Und: Gab es eine besondere Geschichte bei den Dreharbeiten?

„Im vergangenen Jahr wurde die Pilotfolge als „Test“ produziert. Dieses Jahr werden die ersten drei Episoden der ersten Staffel umgesetzt, die dann zwischen Weihnachten und Silvester ausgestrahlt werden sollen. Gedreht wurde fast im gesamten Saarland, von Saarbrücken, über Homburg bis nach Saarlouis. Während bei der Pilotfolge gutes Wetter die Stimmung hob, hatten wir in diesem Jahr mit Regen, Sturm und Gewitter zu kämpfen… und wenn sich dann doch mal die Sonne zeigte, hatten wir leider nur Innendrehs.“

Wie geht es nun nach den Dreharbeiten wann konkret weiter?

„Zügig nach dem Dreh, zwei Tage nach der letzten Klappe, geht es an die Post Produktion. Wir haben eine enge Deadline einzuhalten und mehrere Departments arbeiten durchgehend an der Fertigstellung. Während sich David Hugle um die Farbkorrektur kümmert, Thomas Scherer den Schnitt macht und Florian Bley das Sounddesign übernimmt, komponiert Michael Firmont noch die Musik.“

Wenn Ihr drei Wünsche rund um die neue Serie frei hättet, was wären das für Wünsche?

„Dass wir im kommenden Sommer die restlichen vier Folgen der ersten Staffel produzieren können und das Publikum gefallen an einer neuen „Saarland-Serie“ findet.

Dass wir auch in den kommenden Jahren die weiteren geplanten Staffeln umsetzen dürfen und sich unsere Charaktere und Geschichte stetig weiter entwickeln und wachsen.

Und dass sich das ganze Team auf dem Saarbrücker Weihnachtsmarkt wieder trifft und auf die arbeitsintensive Zeit mit Glühwein anstößt ;)“

Dreharbeiten
Spannung am Set, Regisseur Thomas Scherer mit Kopfhörer (Foto: saarland.de)
Aufnahme Beichtstuhl
Aufnahme der Szene im Beichtstuhl (Foto: saarland.de)
Letzter Drehtag: in der Katholischen Kirche in Bexbach-Höchen (Foto: saarland.de)

Infos zum Film:

Sendetermin: Zwischen Weihnachten und Silvester
Drehbuch: Thomas Scherer (Head-Writer), Co Autorinnen: Marie und Sarah Christener
Regie: Thomas Scherer
Hauptdarsteller:
Waldarbeiter Boris: Bejo Dohmen
Waldarbeiter Paul: Gerhard Polacek
Waldarbeiter Kalle: Fridolin Sandmeyer
Haupt-Drehorte: Saarbrücken (Nauwieser Viertel), Homburg (Waldgebiete, Restaurant zum Schiesshaus), Neunkirchen (Gebläsehalle)

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