19.04.2019

Médée | Medea Senecae


Oper von Luigi Cherubini | Chorstück von Iannis Xenakis | Monolog aus »Medeamaterial« von Heiner Müller

LA CALLAS UND DIE BITTERE RACHEEine Oper, eine Suite und 2000 Jahre KulturgeschichteAnfang des 19. Jahrhunderts musste, wer sich erfolgreich nennen wollte, in der Opernstadt Paris bestehen. Trotz oder gerade wegen der revolutionären Wirren galt die Metropole an der Seine als die modernste Stadt der Welt. Opernkomponisten aus Italien, dem Mutterland dieser Kunstform, versuchten alles, um einen Auftrag für eines der Pariser Häuser zu ergattern. Luigi Cherubini hatte Glück. Aus der Vielzahl der hoffnungsvollen Talente wählte man ihn aus, um ihm mit seiner Oper »Médée« eine Chance zu geben. Der Erfolg in Paris blieb zwar zunächst aus, doch auch in Wien und anderen Städten war man nun auf den Italiener aufmerksam geworden - seine Karriere nahm einen glücklichen Verlauf. Möglicherweise wäre »Médée« dennoch vergessen worden, wenn nicht Maria Callas für eine spektakuläre Renaissance dieses Stückes gesorgt hätte. Die Primadonna verkörperte die auf Rache sinnende Zauberin der griechischen Mythologie, die erst ihre Rivalin und dann sogar die eigenen Kinder tötet, um ihrem Ehemann Jason das Leben zu ruinieren, wie keine Sängerin vor ihr. Cherubinis Musik galt lange als zu streng und formal - Attribute, die auch für die Musik des 2001 gestorbenen griechischen Komponisten und Architekten Iannis Xenakis gelten. Dass seine »Medea Senecae«-Suite in Cherubinis Oper verwoben wird, ist folgerichtig: Cherubinis Fürsprecher sind in ihrer Zeit so prominent wie Xenakis' Bewunderer im späten 20. Jahrhundert. Hier stehen Namen wie Ludwig van Beethoven oder Johannes Brahms - dort solche Größen wie Architekt und Xenakis-Lehrmeister Le Corbusier oder Pierre Boulez.RUND UM DIE PRODUKTIONMatinee: Médée | Medea senecaeSonntag, 6. Januar 2019, 11 Uhr, Mittelfoyer (Eintritt frei)Opernwerkstatt: MédéeSamstag, 12. Januar 2019, 11 Uhr, Großes Haus (Eintritt frei, Anmeldung bei Johanna Schatke, j.schatke@staatstheater.saarland)Médée: Symposion zum Mythos Medea Samstag, 2. Februar 2019, 14 Uhr, Mittelfoyer (Eintritt frei)

Veranstaltungsort:

Saarländisches Staatstheater, Spielstätte Großes Haus Schillerplatz 1
66111 Saarbrücken
Anfahrt

Kontakt:

info@staatstheater.saarland Veranstaltungsort-Website

Tickets:

am Freitag 19.04.2019 um 16:00 Uhr Tickets buchen Telefon:
0049 (0)681/ 3092 486

Uhrzeit:

Normal ab 17:30 Uhr bis 21:00 Uhr

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